Zum Inhalt springen
CHONKWONTAEKWONDO AKADEMIEBERLIN

Kinderschutz bei Chonkwon

Deine Grenzen
zählen.

Du darfst Stopp sagen, Fragen stellen und dir Hilfe holen. Hier erfährst du, wie wir Kinder und Jugendliche im Training schützen und an wen du dich bei einem Anliegen wenden kannst.

Symbolbild: Ein Grundschulkind zeigt seine offene Hand mit dem Wort Stopp in schwarzer Filzstift-Schrift

AUF DER MATTE UND DANEBEN

Respekt zeigt sich
im Umgang miteinander.

Sportliche Entwicklung braucht Vertrauen. Diese Grundsätze geben unserem Miteinander Orientierung.

Grenzen achten

Ein Nein wird ernst genommen. Berührungen bei Hilfestellungen werden erklärt und persönliche Grenzen respektiert. Kinder dürfen jederzeit sagen, wenn sich etwas unangenehm anfühlt.

Wertschätzend trainieren

Wir wollen fördern und ermutigen. Beleidigungen, Ausgrenzung, Einschüchterung und entwürdigendes Verhalten haben in unserem Training keinen Platz.

Hinschauen & ansprechen

Sorgen und Beobachtungen dürfen angesprochen werden – von Kindern, Jugendlichen, Eltern und Mitgliedern. Auch dann, wenn noch nicht klar ist, wie eine Situation einzuordnen ist.

FÜR KINDER UND JUGENDLICHE

Deine Grenzen zählen.
Deine Stimme auch.

Du musst nichts aushalten, nur weil eine andere Person älter ist, einen höheren Gürtel trägt oder das Training leitet. Diese Orientierung gilt für alle Kinder und Jugendlichen – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion, Behinderung oder sportlicher Leistung.

Du darfst Nein sagen.

Wenn dir eine Berührung, eine Übung oder eine Situation unangenehm ist, darfst du das sagen, Abstand nehmen und um Unterstützung bitten.

Du darfst Hilfe holen.

Auch dann, wenn dir jemand sagt, du sollst schweigen. Ein Geheimnis, das Angst macht oder belastet, musst du nicht für dich behalten.

Du darfst Fragen stellen.

Du darfst wissen, warum etwas im Training geschieht, und um eine Erklärung bitten. Deine Meinung und deine Wahrnehmung sind wichtig.

Du bist nicht schuld.

Für Gewalt und Grenzverletzungen ist die Person verantwortlich, die sie ausübt. Dein Gürtel, dein Verhalten oder deine Leistung ändern daran nichts.

UNSER MASSSTAB FÜR DAS MITEINANDER

Schutz beginnt
in kleinen Situationen.

Respekt braucht klare Orientierung. Diese Grundsätze helfen, sensible Situationen im Sport anzusprechen. Konkrete organisatorische Abläufe werden für die jeweilige Trainingseinheit oder Veranstaltung geklärt.

Training & Hilfestellungen

Körperkontakt braucht einen nachvollziehbaren sportlichen Anlass und eine verständliche Erklärung. Persönliche Grenzen sind zu achten. Beschämung, Drohungen und körperliche Bestrafung haben keinen Platz.

Umkleiden & Privatsphäre

Umkleiden und Sanitärbereiche sind Rückzugsräume. Vor dem Betreten ist anzuklopfen und eine notwendige Anwesenheit zu erklären. Fotos und Videos gehören nicht in diese Bereiche.

Fahrten & Wettkämpfe

Vor gemeinsamen Fahrten sollen Betreuung, Abholung, Erreichbarkeit und Zuständigkeiten für Eltern und Teilnehmende klar sein. Unangenehme Situationen dürfen auch unterwegs jederzeit angesprochen werden.

Nachrichten & Gruppen

Respekt gilt ebenso in Chats und privaten Nachrichten. Keine abwertenden Kommentare, kein Druck und keine Aufforderung, belastende Kontakte geheim zu halten. Ein digitaler Kontakt darf beendet und gemeldet werden.

Fotos & Veröffentlichungen

Einverständnis und persönliche Grenzen sind zu beachten. Wer nicht fotografiert werden möchte, darf das sagen. Belastende oder entwürdigende Bilder dürfen nicht geteilt werden.

Sprache & Zugehörigkeit

Fehler gehören zum Lernen. Beleidigungen, sexualisierte Bemerkungen, Diskriminierung und gezielte Ausgrenzung verletzen das Miteinander und dürfen angesprochen werden.

Kinderschutzsiegel des Landessportbundes Berlin für Chonkwon Berlin e. V., 2026–2031

VERANTWORTUNG IM VEREIN

Mit dem Kinderschutzsiegel
des LSB Berlin ausgezeichnet.

Chonkwon Berlin e. V. ist mit dem Kinderschutzsiegel des Landessportbundes Berlin für den Zeitraum 2026–2031 ausgezeichnet. Das hier gezeigte Siegel ist die offizielle, auf unseren Verein ausgestellte Grafik.

Zu den Kriterien des LSB gehören benannte Kinderschutzbeauftragte, regelmäßige Schulungen, die Überprüfung erweiterter Führungszeugnisse und ein Ehrenkodex. Ein Siegel ersetzt nicht das tägliche Hinschauen: Entscheidend bleibt, wie wir Grenzen achten und auf Sorgen reagieren.

Informationen zum LSB-Kinderschutzsiegel (externe Website, neuer Tab)

DU MUSST NICHT ALLEIN DAMIT BLEIBEN

Ein ungutes Gefühl?
Sprich es an.

Du kannst dich melden, wenn dich etwas beschäftigt oder du einen Vorfall beobachtet hast. Du musst dafür keine fertige Erklärung und keine Beweise mitbringen.

Kontakt aufnehmen

Bitte zunächst um ein persönliches Gespräch. Du kannst eine Person deines Vertrauens einbeziehen.

In Ruhe schildern

Beschreibe, was du selbst erlebt oder beobachtet hast. Für ein erstes Gespräch genügt auch, dass sich etwas nicht richtig anfühlt.

Unterstützung finden

Bitte darum, die nächsten Schritte und den Umgang mit deinen Angaben zu besprechen. Je nach Situation kann fachliche Unterstützung notwendig sein. Du kannst dich jederzeit unabhängig vom Verein an eine externe Beratungsstelle wenden.

Bei unmittelbarer Gefahr: Wende dich direkt an die Polizei unter 110. Warte in einer akuten Gefahrensituation nicht auf eine Antwort per E-Mail.

WENN DU ETWAS BEOBACHTEST

Ruhig bleiben.
Aufmerksam handeln.

Zuhören statt ausfragen

Nimm ein Kind ernst und lass es in eigenen Worten erzählen. Vermeide drängende oder lenkende Fragen. Mache keine Versprechen, die du nicht einhalten kannst – etwa, dass niemand davon erfahren wird.

Beobachtungen festhalten

Notiere für dich sachlich, was du selbst gesehen oder gehört hast, möglichst mit Datum. Trenne Beobachtungen von Vermutungen und verbreite keine Vorwürfe in Gruppen oder sozialen Medien.

Unterstützung einbeziehen

Kontaktiere unsere Kinderschutzbeauftragten oder eine unabhängige Fachberatungsstelle. Verzichte auf eigene Ermittlungen und vorschnelle Konfrontationen. Bei akuter Gefahr ist sofortige Hilfe erforderlich.

Den passenden Weg wählen

Du musst die Person, die dir Sorgen macht, nicht selbst ansprechen. Wenn sich ein Anliegen gegen eine Ansprechperson richtet, kannst du eine andere Kontaktperson oder externe Beratung wählen.

UNABHÄNGIGE UNTERSTÜTZUNG

Auch außerhalb
des Vereins gibt es Hilfe.

Du entscheidest, an wen du dich zuerst wenden möchtest. Die folgenden Angebote sind unabhängig von einer Meldung an unseren Verein nutzbar.

PRÄVENTION GEHT WEITER

Gemeinsam stark gegen Mobbing.

Selbstbehauptung, Zivilcourage und ein respektvoller Umgang: Entdecke unsere Anti-Mobbing- und Resilienz-Themen für Familien, Schulen und Vereine in Berlin und Brandenburg.

Anti-Mobbing & Resilienz entdecken ↗︎

GUT ZU WISSEN

Fragen, die wichtig sind.

Kann ich mich auch melden, wenn ich unsicher bin?

Ja. Du darfst um ein Gespräch bitten, ohne einen Vorfall bereits bewerten zu können. Schildere möglichst deine eigenen Beobachtungen und trenne sie von Vermutungen.

Kann mein Kind selbst etwas ansprechen?

Ja. Kinder und Jugendliche dürfen sich selbst an eine vertraute erwachsene Person im Verein wenden. Sie können sich dabei unterstützen lassen und eine Person ihres Vertrauens hinzunehmen.

Was kann ich tun, wenn mein Anliegen jemanden aus dem Verein betrifft?

Du musst nicht mit der betreffenden Person sprechen. Nutze einen anderen Kontakt oder wende dich an eine unabhängige externe Beratungsstelle. Die verlinkte LSB-Seite hilft bei der Suche nach Anlaufstellen.

Gehören Mobbing und Ausgrenzung auch dazu?

Ja. Schutz und Respekt betreffen auch abwertende Sprache, Einschüchterung, Ausgrenzung und Grenzverletzungen in digitalen Gruppen. Sprich solche Situationen frühzeitig an.

Muss ich für eine Meldung Beweise haben?

Nein. Eine Sorge oder eine Beobachtung reicht für eine erste Kontaktaufnahme. Die Einordnung darfst du den Ansprechpersonen und bei Bedarf der Fachberatung überlassen.

Was passiert mit meinen Angaben?

Bitte im ersten Gespräch darum, den Umgang mit deinen Angaben und mögliche weitere Schritte zu klären. Eine uneingeschränkte Geheimhaltung kann bei einer Gefährdung nicht zugesagt werden. Sende sensible Unterlagen zunächst nicht unaufgefordert per E-Mail.

Ist das Kinderschutzpostfach jederzeit besetzt?

Nein. Das Postfach ist kein Notfalldienst; es gibt keine zugesagte Sofortantwort. Bei unmittelbarer Gefahr rufe die Polizei unter 110, bei einem medizinischen Notfall 112.